Herford ans Wasser

Nach der Stadtgründung Herfords im 12. Jahrhundert legte man bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts den Befestigungsring an. Auf der einen Seite bot die Festungsanlage mit Mauern und Wassergraben Schutz vor feindlichen Übergriffen, auf der anderen Seite begrenzte sie das Flächenwachstum der Stadt und bildete eine markante Trennung von Innen und Außen. Nach der Schleifung der Festungsmauern und dem Rückbau einiger Teilabschnitte des Festungsgrabens wird in Zukunft ein grüner Promenadenring an die Entstehungsgeschichte der Stadt erinnern.
Im Gegensatz zum Stadtgraben hatte die Aa seit der Stadtgründung eine vermittelnde Funktion im Stadtgefüge. Sie durchfloss die Stadt, und führte über mehrere Brücken den Zusammenschluss von Radewig und der Altstadt herbei. Doch statt diese stadträumliche „Blaue Naht“ nur zu überqueren verbirgt sich hier das Potenzial, das Wasser und die Uferbereiche der Aa als Erlebnis- und Aufenthaltsraum zu aktivieren.
Heute ist die Aa an vielen Stellen durch Bewuchs unsichtbar und ein Erleben des Wassers durch steile Uferböschungen oder Verbau kaum möglich. Der Entwurf entwickelt zu den jeweiligen, unterschiedlichen Ufergeometrien passende Gestaltungslösungen, die den Fluss wieder sichtbar und erlebbar machen, womit er der Bedeutung als zentralem öffentlichem Freiraum gerecht wird.

Übersichtsplan

Persi1

Schnitt1 Schnitt2

 

 

 

Herford ans Wasser
Auftraggeber | Stadt Herrford
Größe des Planungsgebiets | 2.5 ha
Zeitraum | 2017

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